Oft ist uns gar nicht bewusst, was für Aufwand und Leidenschaft hinter den Dingen steckt, die wir konsumieren. Bei Kaffee ist das nicht anders. Unser Partner Juan und sein Team von der El Paco Farm haben uns gestattet den kompletten Prozess des Anbaus zu dokumentieren - Danke Juan, falls du das liest! Das Ganze runden wir dann mit unserem Teil hierzulande ab, um einmal den gesamten Weg des Kaffees offenzulegen. Von der Kirsche bis in die Tasse.

Die Ernte: Wo alles beginnt

Der Ursprung eines jeden Kaffees liegt in der Kaffeekirsche. Unsere Reise beginnt auf der wunderschönen Farm "El Paco", die sich in den fruchtbaren Höhenlagen von Guatemala befindet. Hier, auf einer Höhe von 1.500 bis 2.000 Metern, gedeihen Juans Kaffeepflanzen unter idealen Bedingungen. Das subtropische Klima, die nährstoffreichen Böden und die ausreichenden Niederschläge schaffen die perfekte Umgebung für den Anbau von Spitzenkaffee.

Sorgfältige Auswahl der Kaffeepflanzen

Auf der Farm "El Paco" wird großer Wert auf die Auswahl der besten Kaffeepflanzen gelegt. Juan und sein Team nutzen traditionelle Anbaumethoden, um die Gesundheit und Produktivität der Pflanzen zu gewährleisten. Die Kaffeepflanzen werden regelmäßig gepflegt und überwacht, um sicherzustellen, dass sie optimal wachsen und gedeihen. Dies beinhaltet das Beschneiden der Pflanzen, um die Luftzirkulation zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen, sowie die regelmäßige Düngung mit natürlichen, organischen Materialien.

Handverlesene Ernte: Ein Zeichen von Qualität

Die Erntezeit auf der Farm "El Paco" ist ein ganz besonderer Moment. Zwischen November und März, wenn die Kaffeekirschen ihren perfekten Reifegrad erreicht haben, beginnt die Ernte. Jede Kaffeekirsche wird von Hand gepflückt, um sicherzustellen, dass nur die reifen und besten Früchte geerntet werden. Dieser aufwendige Prozess erfordert viel Geschick und Erfahrung. Juan und sein Team durchstreifen die Plantagen mehrmals, um sicherzustellen, dass wirklich jede Kirsche den optimalen Reifegrad hat. Dies ist entscheidend, um die hohe Qualität unserer Bohnen zu garantieren.

Sofortige Verarbeitung: Frische bewahren

Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen sofort zur Verarbeitung gebracht. Auf der Farm "El Paco" wird hauptsächlich die nasse Aufbereitungsmethode verwendet, um den klaren und fruchtigen Geschmack des Kaffees zu bewahren. Die Kirschen werden gründlich gewaschen, um Schmutz und Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend wird die Mucilage (der Fruchtschleim) mithilfe eines mechanischen Entpulpers entfernt, und die verbleibenden Bohnen werden in großen Wasserbecken fermentiert. Dieser Fermentationsprozess, der etwa 12 bis 24 Stunden dauert, hilft dabei, die letzten Fruchtfleischreste zu lösen und die Aromen zu intensivieren.

Trocknung: Geduld und Präzision

Nach der Fermentation werden die Bohnen sorgfältig getrocknet. Auf der Farm "El Paco" erfolgt die Trocknung hauptsächlich auf großen Sonnenterrassen. Die Bohnen werden gleichmäßig ausgebreitet und regelmäßig gewendet, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten. Dieser Prozess kann je nach Wetterbedingungen bis zu zwei Wochen dauern. Während dieser Zeit achten Juans Mitarbeiter stets darauf, dass die Bohnen vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt werden. Die langsame Trocknung ermöglicht es den Bohnen, ihre Aromen vollständig zu entwickeln und zu bewahren.

Qualitätskontrolle: Nur das Beste

Nach der Trocknung werden die Bohnen sorgfältig sortiert und bewertet. Auf der Farm "El Paco" wird auf eine strenge Qualitätskontrolle gesetzt. Jede Charge wird manuell überprüft, um sicherzustellen, dass nur die besten Bohnen weiterverarbeitet werden. Dies beinhaltet das Entfernen von defekten Bohnen, Steinen und anderen Verunreinigungen. Die sorgfältige Sortierung stellt sicher, dass nur die hochwertigsten Bohnen in unseren Röstprozess gelangen.

Die Röstung bringt die einzigartigen Geschmacksnuancen jeder Bohne zur Geltung - niemals aber etwas, das nicht in der Bohne selbst steckt. Der Anbau und die verwendeten Prozesse sind das tatsächlich Entscheidende - Und deswegen richten wir unser Spotlight auch so vehement auf die Arbeit in den Anbauländern.

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